Patrick Sulzer, der Erfahrene in den Golfländern

Als Mitglied von Fribourgissima wird der seit fünf Jahren in Dubai wohnhafte Spezialist in Management und Beratung am 24. Mai 2011 in Freiburg für den „Dialogue export – Pays du Golfe“ anwesend sein. Diese Veranstaltung wird von der OSEC Business Network Switzerland und der Freiburger Handelskammer organisiert.
Nach einem Wachstum von mehr als 26% in den Jahren 2007 und 2008 sanken die Schweizer Exporte in die Golfstaaten während der Wirtschaftskrise um etwa 10%. Die Indikatoren sind nun aber wieder positiv und Möglichkeiten sind vorhanden. Unter den vier Spezialisten, die an der Veranstaltung « Dialogue export » vom 24. Mai in Freiburg teilnehmen werden, ist auch ein Mitglied von Fribourgissima : Patrick Sulzer, 35-jährig, seit fünf Jahren in Dubai wohnhaft. Ein Interview.
Patrick Sulzer, wo waren Sie bevor Sie nach Dubai kamen?
Ich bin in Brüssel geboren, wo mein Vater im Bankwesen arbeitete. Ich habe Freiburger Wurzeln seitens meiner mütterlichen Grossmutter, die aus Belfaux stammt und einen Holländer geheiratet hatte. Ich habe meine eidgenössische Matura am Institut La Gruyère gemacht und an der Universität Jura bis zur Halblizenz studiert. Dann habe ich eine Lizenz in Finanzen und Management in Oxford erlangt. Ich habe in Genf für Price Waterhouse Coopers (Finanz Audit) und in Genf und Hong Kong für TechnoMarine (Uhrenindustrie) gearbeitet. Später habe ich für Plastinum in den Vereinigten Staaten von Amerika gearbeitet, wo ich Co-Leiter eines Unternehmens war, das neue Polymere entwickelt und im Recycling von Plastikabfällen tätig ist,.
Warum Dubai?
Ich bin immer viel gereist, namentlich in den Golfländern, die mein Vater gut kannte und als sich 2006 die Gelegenheit bot, nach Dubai zu ziehen, haben meine Frau und ich sie genützt. Ich habe zuerst die operative Führung einer Firma, die Verbundstrukturen für Gebäude und Schiffe herstellt, innegehabt, dann auch mit Betrand Cardis von Décisions gearbeitet (Bau der Boote Alinghi und Solar Impulse) und für RAK Composites LLC. Heute leite ich die Consultinggesellschaft In Between Advisory, die den ausländischen Firmen bei deren Niederlassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten hilft. Mein Geschäftspartner ist RA Yann Mrazeck, den ich an der Universität Freiburg kennen gelernt habe und der in Dubai die Kanzlei Cramer Salamian leitet.
Sie sind auch in der Zertifizierung von ethischen Geschäften tätig …
Ja, das erlaubt mir, noch zu reisen. Ich bin Generaldirektor der Codethic AG, die eine Zertifizierung geschaffen hat, die Codethic 26000 getauft wurde und die den Unternehmen hilft, ein Managementsystem für ein sozial verantwortliches und umweltverträgliches Engagement zu erreichen. Unser Präsident ist Jean-Jacques Miauton.
Was würden Sie den Schweizer Unternehmern raten, die in die Golfländer exportieren möchten?
Man muss die richtigen Partner wählen, genau wissen, was man will und die Risiken gut kennen. Für mich war Dubai, obwohl ich schon früher im Ausland gelebt habe, ein richtiger Schock. Die Gegend gleicht keiner anderen auf der ganzen Welt. Das Wachstum, wie auch die Krise war enorm. Die Erfahrung, die ich in fünf Jahren sammeln konnte, ist wertvoll. Dubai hat einen grossen Vorsprung und wird eine regionale Drehscheibe werden, die bis nach Indien, Pakistan, sogar bis zu den Philippinen und nach Afrika reichen wird. Eine Plattform zwischen den drei Welten, besonders im Dienstleistungsbereich.
Link nach : http://www.ccfribourg.ch/reseautage/agenda-evenements/detail-seminars/seminaire/ccf-dialogue-export-pays-du-golfe.htmlwww.ccfribourg.ch
